Fotografie

Mars Habitat

Jede Revolution drängt nach Überwindung des Bestehenden, danach neue Möglichkeiten zu erkunden und Grenzen zu verschieben. In dem alten Menschheitstraum einer Marskolonisierung verbindet sich das technisch Revolutionäre mit einer sozialen Utopie. Das Thema hat immer wieder die Fantasie der Menschen angeregt und als Motiv in Literatur, Film und Populärkultur vielfältig Eingang gefunden. In der in Südengland aufgenommenen Fotoserie Mars Habitat wird ein Mobile Home Areal in eine imaginäre Marskolonie umgedeutet. Der englische Begriff des ‚Mobile Home‘ vereinigt in sich Bewegung und Statik, Aufbruch und Ankommen. Er ist mithin sinnbildlich für den Menschen als Reisenden und Siedler. Während Ortswechsel zu den Alltagserfahrungen des Menschen gehören, kann man das dauerhafte Hintersichlassen der Erde als ultimative Passage beschreiben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Naturgespräch

 

 

Epiphania I

 

 

Epiphania II

 

Digit Pinxit

 

 

 

 

 

Grünes Tier

Die Fotoarbeit Grünes Tier thematisiert das ambivalente Verhältnis von Mensch und Tier innerhalb der modernen Industriegesellschaften. Das ökologische Paradigma hat in diesem Teil der Welt Konjunktur, eine fortschreitende „Greenobalisierung„ ist das Ziel. Mit einiger Anstrengung (“Biofleisch“) wird versucht, das Töten von Tieren in dieses neue ökologische Wertesystem zu integrieren. Ein zahm auf der Hand grasfressendes Meerschweinchen droht im selben Augenblick selbst verspeist zu werden. Das befremdlich wirkende Motiv spielt mit der als selbstverständlich verinnerlichten, tatsächlich jedoch geographisch-kulturell variablen Unterscheidung von Haustier und Nutztier. Widersprüchliche Aspekte des Behütens, Pflegens, Aufziehens und schlussendlichen Tötens von Tieren sind hier verbunden. Der bekannte antike Topos des Homo homini lupus beschreibt das Wolfsein des Menschen gegenüber Seinesgleichen. Wer ist nun das Grüne Tier in diesen Bildern ?

 

 

 

 

 

Siehe,

Siehe 1            Siehe 21            Siehe 10

 

Siehe 20            Siehe 14            Siehe 15

 

Siehe 17            Siehe 2

 

 

Mystic CPU. 12 Level of Acheiropoiesis

Eine Folge von nicht durch Menschenhand entstandenen Bildern aus den algorithmischen Tiefen eines digitalen Systems. Bilder, die plötzlich da waren, in ihrer Entstehung ungeplant, ungewollt, unverstanden …

Im Zuge der Digitalisierung sind neue Formen der Bilderzeugung und Bildmanipulation entstanden. Wir leben in einer Bilderwelt, als Konsumenten und Produzenten. Wir werden selbst als Bild wahrgenommen: In der Neuroinformatik wird daran gearbeitet, künstliche neuronale Netzwerke zu erschaffen, die mittels lernenden Algorithmen eine immer genauere Gesichtserkennung möglich machen.

Eine Steigerung dieser technischen Potentiale wären Maschinen, die sich selbst gewahr werden, die sich selbst träumen, die sich in ihren eigenen technischen Parametern selbst abbilden können. Die mystische CPU ist ein Denkbild, in dem sich das Halluzinatorische mit technischer Rationalität verbindet.

 

 

 

 

 

 

Asteroid

 

 

Nebelfeld

 

 

 

 

 

 

Selbst